Infos zum zukünftigen Jugendstadtrat in Torgau

Die Wiedereinführung des Torgauer Jugendstadtrates ist ein Thema, welches die Bürger schon sehr lange beschäftigte. Im Jugendteam Torgau begann die Jugendbeteiligung mit der Etablierung eines Vereins, denn ohne Moos nix los. Nun ist es soweit, dass sich Jugendliche mit Unterstützung von Kurt-Ole Steinhöfel das Ziel gesetzt haben, einen Jugendstadtrat ins Leben zu rufen. Natürlich unterstützen wir und sind bei den Treffen so gut es geht regelmäßig dabei. Hier versuchen wir Euch über alles auf den Laufenden zu halten.

10.02.2020

Handyfoto: Jugendteam Torgau

 

Bericht aus der Torgauer Zeitung vom 10.02.2020

https://bit.ly/39oR9jv

Torgauer Zeitung vom 10.02.2020

 

Torgau. Rund 15 Jugendliche, eine Stadträtin und die Jugendteam-Chefin trafen sich am Freitag in der Kulturbastion für ein weiteres Organisationstreffen.

Es geht weiter mit den Vorbereitungen für einen Torgauer Jugendstadtrat. Nachdem man sich am vergangenen Mittwoch im Ausschuss darauf verständigt hatte, die beiden Satzungsvorschläge von Stadt und Jugendlichen in einer Arbeitsgruppe zu einer zusammenzuführen, trafen sich letztere am vergangenen Freitag in der Kulturbastion zu einer Beratung. Rund 15 Jugendliche sowie FWG-Stadträtin Mandy Jäckel und die Chefin des Jugendteams, Christina Gaudlitz, kamen so zusammen, stellten die beiden Satzungen gegenüber und besprachen das weitere Vorgehen.

Auch wenn sich die Satzungen von Stadtverwaltung und Jugendstadtrat in vielen Punkten ähneln oder sogar komplett gleichen, gab es doch auch den einen oder anderen Punkt, an dem sich Kurt-Ole Steinhöfel, der Hauptakteur bei der Bildung des Jugendstadtrats, und seine Mitstreiter störten. Der Schwerwiegendste war dabei die Regelung des Wahlrechts. Während laut der Stadtverwaltungs-Satzung alle Kinder und Jugendlichen wahlberechtigt seien, die zwischen 14 und 24 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz in Torgau haben, wollen Steinhöfel und Co alle 10 bis 25-Jährigen wählen lassen, die entweder in Torgau wohnen oder aber ihre Ausbildung, schulisch oder betrieblich, in Torgau absolvieren. Ansonsten schließe man sehr viele Jugendliche aus, die zwar durch die Schule viel Zeit in Torgau verbringen und sich der Stadt auch verbunden fühlen, jedoch aus einer der umliegenden Gemeinden stammen.

Auch die Frage der Vergütung der Arbeit sorgte für Diskussion. Während von der Stadt vorgeschlagen wurde, die Arbeit im Jugendstadtrat mithilfe der so genannten Ehrenamtspauschale zu vergüten, wollen die Jugendlichen viel lieber auf das Geld komplett verzichten. „Das ist im Etat besser aufgehoben, damit wir mehr Geld für Projekte zur Verfügung haben“, lautete hier das Argument.  Auch bei der Zahl der Sitzungen, der Veröffentlichung der Protokolle sowie der Festlegung eines Ansprechpartners innerhalb der Stadtverwaltung wurde von den Jugendlichen Einspruch erhoben.

All diese Punkte werden ab sofort in der frisch gegründeten Jugendstadtrats-Arbeitsgruppe diskutiert und behandelt. Am Montag fand bereits ein erstes Treffen von Stadt und Jugendlichen statt. Weitere Treffen, bei denen dann auch Vertreter der einzelnen Stadtrats-Fraktionen dabei sind, sollen in den nächsten Wochen folgen.

Auch wenn beim vergangenen Treffen eine Stadträtin der Freien Wähler dabei war und der Antrag der Jugendlichen mithilfe der Links- und SPD-Fraktion in den Stadtrat gebracht wurde, betonen sie doch immer wieder, dass ihr Vorhaben völlig losgelöst von Parteipolitik ist. Auch Livia Lehmann, die bereits jetzt als sachkundige Einwohnerin dem Ausschuss beratend zur Seite steht und sich nun auch für die Bildung des Jugendstadtrats engagiert, ist dieser Meinung: "Wir Jugendlichen, die sich für den Jugendstadtrat engagieren werden, agieren parteiunabhängig und haben das allgemeine Ziel, etwas für die Jugendlichen in Torgau zu bewegen."


22.11.2019

Bericht aus der Torgauer Zeitung vom 22.11.2019

https://bit.ly/2UIcpwn

Torgauer Zeitung vom 22.11.2019

 

Torgau. Zahlreiche Jugendliche aus der Region setzen sich für die Gründung eines Jugendstadtrats ein. Am Freitag findet dazu ein Treffen in der Kulturbastion statt.

Um Torgaus Jugendstadtrat war es in den letzten Jahren sehr ruhig. 14 Jahre ist es jetzt her, dass sich das Gremium auflöste, eine Wiederbelebung wurde zwar immer thematisiert, jedoch niemals durchgesetzt. Der letzte Schritt in Richtung einer stärkeren Jugendbeteiligung wurde von der Torgauer Stadtverwaltung im Frühjahr gemacht, als die Schülersprecherin der Katharina-von-Bora-Oberschule, Livia Lehmann, zur „sachkundigen Einwohnerin“ berufen wurde und seither dem Technischen- und Verwaltungsausschuss bei bestimmten Themen zur Seite steht. Nun kommt jedoch neue Bewegung in das Thema „Jugendstadtrat“, denn zahlreiche Jugendliche aus der Region haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein solches Gremium neu zu gründen. Am Freitag, 22. November, findet dazu ein Treffen dazu in der Kulturbastion statt.

„Wir haben uns unparteilich in den letzten Monaten mit interessierten Menschen und Vertretern der Torgauer Schulen und anderen nordsächsischen Jugendstadträten getroffen um eine Satzung und eine Wahlordnung auf Basis der bestehenden auszuarbeiten“, erklärt Kurt-Ole Steinhöfel, der an der Vorbereitung des Treffens am Freitag, 17 Uhr, in der Kulturbastion aktiv beteiligt ist. Laut seiner Aussage soll dieses dazu dienen, „mit möglichst vielen jungen Menschen aus Torgau und Umgebung über unsere Idee zu diskutieren und bestenfalls noch mehr Unterstützung zu bekommen sowie unsere Liste von potentiellen Kandidaten zu erweitern. Das Ziel ist schlussendlich einen Antrag auszuarbeiten, der dann in den Stadtrat eingebracht wird.“

Auf das Thema aufmerksam geworden ist die zehnköpfige Gruppe während des Torgauer Bürgermeisterwahlkampfs im Jahr 2015. „Seitdem der Jugendstadtrat dort Thema war, haben wir uns Hoffnungen gemacht. Und da wir in den umliegenden Städten Torgaus sehen, was so ein Jugendstadtrat bringen kann, dachten wir, wir ergreifen selbst einmal Initiative.“

Ab 17 Uhr laden die zehn Jugendlichen dazu am Freitag in die Kulturbastion ein und hoffen auf rege Unterstützung. Auch Kurt-Ole Steinhöfel wird bei dem  Treffen mit vor Ort sein und sich auch in Zukunft für die Gründung des Jugendstadtrats einsetzen: „Wir wollen uns torgauer Jugendlichen eine Möglichkeit geben, sich kommunalpolitisch zu engagieren, eine junge Perspektive in die Stadtpolitik bringen und möglicherweise vor allem die jungen Menschen mehr für regionale Politik zu begeistern“.


Januar 2020

Der Jugendstadtrat ist nun auch auf Instagram aktiv. Hier erfahrt Ihr ebenfalls alle Termine und Aktionen des Teams.

 

https://www.instagram.com/jsr_torgau/


30.04.2019

Torgauer Zeitung vom 30.04.2019

 

Torgau. Dem Verwaltungsausschuss könnten künftig Jugendliche beratend zur Seite stehen. Oberbürgermeisterin Romina Barth sieht es als "ersten Meilenstein auf dem Weg zu mehr Jugendbeteiligung".

ie Wiedereinführung des Torgauer Jugendstadtrates ist ein Thema, welches die Bürger schon sehr lange beschäftigt. Im Rahmen des Wahlkampfes nannte Oberbürgermeisterin (OBM) Romina Barth die Installierung eines solchen Gremiums als klares Wahlziel, mit der Gründung des Jugendteams im Januar 2017 kochte das Thema dann erneut auf.

Ein erster Schritt

Seit einer ganzen Weile ist es nun jedoch wieder still um den nach wie vor ausstehenden Jugendstadtrat. Bis jetzt. Denn in der kommenden Sitzung des Verwaltungsausschusses wird über die so genannte „Bestellung als sachkundige Einwohner“ abgestimmt. Damit sollen zwei Schüler, genauer gesagt die Schülersprecher der Oberschule Nordwest sowie der Katharina-von-Bora-Oberschule (KvB), als Vertreter der Jugend dem Stadtrat im Rahmen des Verwaltungsausschusses zur Seite gestellt werden. Johanna Bräunig und Livia Lehmann heißen die beiden Schülerinnen, die in der nächsten Ausschusssitzung am 8. Mai anwesend sein werden und sich dort vorstellen.

Wie aus dem Beschlussvorschlag für den Ausschuss hervorgeht, sollen die Jugendlichen „insbesondere zur Beratung, Erörterung und Vertretung von Jugendangelegenheiten“ hinzugezogen werden, „um präventiv Konflikten entgegenzuwirken und zweckmäßige Kompromisslinien zu erzielen. [...] Die Stadt Torgau möchte Jugendlichen die Chance eröffnen, sich aktiv an der Entwicklung der Stadt zu beteiligen und ihre Ideen und Ziele im Stadtrat bzw. seinen Ausschüssen vorbringen zu können.“ Wie OBM Barth in einem Statement mitteilte, sehe sie diesen Schritt als einen „ersten Meilenstein auf dem Weg zu mehr Jugendbeteiligung“ und freut sich darüber, dass die Stadt sich nun „auf einem guten Weg zu mehr Beteiligung von Torgaus Jugend an kommunalpolitischen Prozessen“ befinde.

Zwei Schülersprecher fehlen noch

Aus dem auf www.torgau.eu einsehbaren Beschlussvorschlag geht außerdem hervor, dass im Vorfeld zwar alle Schülersprecher der Torgauer Oberschulen und Gymnasien angeschrieben wurden, jedoch lediglich von der Oberschule Nordwest und der KvB eine positive Rückmeldung erfolgte. Wie Leander Schwürz, Schülersprecher des Beruflichen Schulzentrums Torgau, gegenüber der TZ erklärte, habe ihn die Anfrage erst nach der eigentlichen Meldungsfrist erreicht. Er wolle sich jedoch trotzdem dafür einsetzen, in Zukunft ebenfalls dem Verwaltungsausschuss beratend zur Seite zu stehen.

Jonas Scheibe, Schülersprecher am Johann-Walter-Gymnasium, bezeichnet das Projekt zwar als durchaus „lobenswert“, räumt jedoch für seine eigenen schulischen Leistungen sowie die schulinterne Arbeit eine höhere Priorität ein, mit der sich eine ausreichend starke Konzentration auf die Arbeit im Ausschuss nicht vereinbaren ließe.  „Wir wollen es lieber lassen, als es, salopp gesagt, schlampig zu machen. [...] Ich bin aber zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr dann jemanden finden können, der das ganze gewissenhaft für ein Jahr machen kann.“

Bevor die Schülersprecher dem Verwaltungsausschuss jedoch beratend zur Seite stehen können, muss der Torgauer Stadtrat dies beschließen. Insofern der Beschlussvorschlag im kommenden Verwaltungsausschuss am 8. Mai also eine Stimmen-Mehrheit erhält, ist das Thema am 22. Mai im Stadtrat Teil der Tagesordnung.


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